Strafgesetzbuch

(StGB)

Definition & Grundsätze

§ 1 Keine Strafe ohne Gesetz

  1. Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt ist. 
  2. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. 

§ 2 Geltung & Strafverfolgung

  1. Die Verfolgung von Straftaten obliegt ausschließlich der Staatsanwaltschaft.
  2. Straftaten sind der Staatsanwaltschaft oder dem San Andreas Police Department zu melden.

§ 3 Nichtanzeige von Straftaten

  1. Wer von der Begehung oder einer begangenen Straftat Kenntnis erhält, hat dies unmittelbar zur Anzeige zu bringen.

§ 4 Notwehr 

  1. Nicht rechtswidrig handelt, wer sich nur der Verteidigung bedient, die notwendig ist, um einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff auf ein Rechtsgut abzuwehren.
  2. Wer das gerechtfertigte Maß der Verteidigung überschreitet oder sich einer unangemessenen Verteidigung bedient, handelt rechtswidrig.

Hauptteil

§ 5 Kriminelle Vereinigung

  1. Zur einer kriminellen Vereinigung können nur Gruppen erklärt werden denen illegale Aktivitäten nachgewiesen werden können.
  2. Schuldig sind alle Mitglieder der kriminellen Vereinigung.
  3. Kriminelle Vereinigungen sind auch Personengruppen die sich der Meuterei oder des Aufstandes schuldig machen.
  4. Wer gegen den Staat agiert und Dienststellen angreift, kann wegen terroristischer Handlungen angeklagt werden.

§ 6 Missachtung von gerichtlichen Anordnungen

  1. Schuldig macht sich, wer gegen rechtskräftige Auflagen, Urteile oder Beschlüsse verstößt.
  2. Es bedarf keiner weiteren Anhörung vor Gericht zur Vollstreckung der Maßnahmen.
  3. Bewährungsstrafen werden ohne weitere Anhörung in Haftstrafen umgewandelt.
  4. Angeordnete Vorladungen werden bei Missachtung nach Ermessen der Richterschaft in Haftbefehle umgewandelt.

§ 7 Falsche uneidliche Aussage und Meineid

  1. Wer vor Gericht oder vor einer anderen zur eidlichen Vernehmung von Zeugen oder Sachverständigen zuständigen Stellen als Zeuge uneidlich falsch aussagt, macht sich der falschen uneidlichen Aussage schuldig.
  2. Wer vor Gericht oder vor einer anderen zur Abnahme von Eiden zuständigen Stelle falsch schwört, macht sich des Meineids schuldig.

§ 8 Widerstand gegen die Staatsgewalt

  1. Schuldig macht sich des Widerstandes, wer Staatsbeamten bei Ihrer Aufgabenerfüllung mit Widerstand droht oder diesen leistet.
  2. Widerstand kann körperlich, verbal oder durch Hilfsmittel ausgeübt werden.
  3. Das Angeben von falschen Informationen kann als Behinderung von Ermittlungsverfahren gewertet werden, wenn man nicht selbst Beschuldigter ist.

§ 9 Amtsanmaßung

  1. Schuldig macht sich, wer sich als Beamter oder Amtsträger des Staates San Andreas ausgibt.

§ 10 Missbrauch von Notrufen

  1. Wer vorsätzlich Notrufe oder Notzeichen missbraucht oder vortäuscht, macht sich des Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Nothilfemitteln schuldig.

§ 11 Gefangenenbefreiung 

  1. Schuldig macht sich, wer einer festgesetzten oder inhaftierten Person zur Flucht verhilft.

§ 12 Hausfriedensbruch / Landfriedensbruch

  1. Schuldig macht sich, wer unrechtmäßig fremden privaten oder staatlichen Grund und Boden betritt.
  2. Wer sich trotz Aufforderung zum Verlassen weiterhin dort aufhält, macht sich ebenso strafbar.

§ 13 Hausbesetzung

  1. Wer widerrechtlich, durch die Inbesitznahme eines fremden Grundstücks oder Gebäudes und ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Eigentümers sich entsprechend nieder lässt, macht sich der Hausbesetzung schuldig.

§ 14 Strafvereitelung

  1. Schuldig macht sich, wer Beweismittel vernichtet oder zurückhält.

§ 15 Urkundenfälschung

  1. Schuldig macht sich, wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht.

§ 16 Besitz illegaler Gegenstände

  1. Schuldig macht sich, wer Gegenstände von Regierungsbehörden ohne Erlaubnis mit sich führt, sowie die Materialien für die Herstellung dieser Gegenstände.
  2. Stoffe, welche von der Definition her, den Bewusstseinszustand ändern und/oder durch Konsum eine psychische oder physische Abhängigkeit verursachen können sind:
    1. Cannabis/Marihuana, sowie deren Zubehör für den Konsum,
    2. synthetische Drogen, sowie deren Zutaten zur Herstellung.
  3. Legale Gesamtmengen zum Eigenkonsum sind auf 5 Gramm begrenzt.

§ 17 Unterlassene Hilfeleistung

  1. Schuldig macht sich, wer Dritten im Notfall die Hilfe verweigert.

§ 18 Fahrerflucht

  1. Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, ohne nach § 8 StVO gehandelt zu haben, macht sich der Fahrerflucht strafbar.

§ 19 Sachbeschädigung

  1. Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, macht sich der Sachbeschädigung strafbar.
  2. Der Versuch der Sachbeschädigung ist strafbar.

§ 20 Mord

  1. Schuldig macht sich, wer anderen vorsätzlich körperlichen Schaden zufügt der beabsichtigt zum Tode führt und
    1. die Tat aus Habgier, sexuellem Hintergrund, aus niederen Beweggründen oder hinterlistig begangen wurde.

§ 21 Totschlag

  1. Schuldig macht sich, wer anderen fahrlässig körperlichen Schaden zufügt der unbeabsichtigt zum Tode führt.
  2. Es bleibt beim Versuch, wenn ohne den Eingriff Dritter der körperliche Schaden tödlich gewesen wäre.

§ 22 Körperverletzung

  1. Körperverletzung: wer anderen körperlichen Schaden zufügt.
  2. schwere Körperverletzung: wer anderen körperlichen Schaden zufügt, der so schwerwiegend ist, dass medizinische Versorgung unabdingbar ist.
  3. gefährliche Körperverletzung: wer anderen körperlichen Schaden mit einer Waffe zufügt.

§ 23 Freiheitsberaubung

  1. Schuldig macht sich, wer Dritte gegen Ihren Willen mit Gewalt oder unter Androhung von Gewalt die Bewegungsfreiheit einschränkt.

§ 24 Geiselnahme

  1. Schuldig macht sich, wer Dritte gegen Ihren Willen mit Gewalt oder unter Androhung von Gewalt die Bewegungsfreiheit einschränkt und gegenüber Dritten Forderungen für die Freilassung stellt.

§ 25 Erpressung

  1. Schuldig macht sich, wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch Vermögen des Genötigten oder eines anderen Nachteil zufügt, um sich oder einen Dritten zu Unrecht zu bereichern.

§ 26 Nötigung

  1. Schuldig macht sich, wer Dritte aktiv zu einer unmittelbaren Handlung zwingt, die gegen Ihren freien Willen ausgeführt werden soll oder muss.

§ 27 Bedrohung

  1. Schuldig macht sich, wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht.
  2. Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissens einem Menschen vortäuscht, dass die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

§ 28 Beleidigung

  1. Schuldig macht sich, wer eine andere Person vorsätzlich missachtet und bewusst in Kauf nimmt, dass die geschädigte Person die Beleidigung wahrnehmen kann.
  2. Eine Beleidigung kann mündlich, schriftlich, in bildhafter Form oder mittels Gesten erfolgen.​

§ 29 Belästigung

  1. Wer einer anderen Person in einer Weise unbefugt nachstellt, die geeignet ist, deren Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen, indem er beharrlich
    1. die räumliche oder körperliche Nähe dieser Person aufsucht,
    2. unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu dieser Person herzustellen versucht,
    3. unter missbräuchlicher Verwendung von personenbezogenen Daten dieser Person
      1. Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für sie aufgibt oder
      2. Dritte veranlasst, Kontakt mit ihr aufzunehmen, oder
    4. diese Person mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit ihrer selbst, eines ihrer Angehörigen oder einer anderen ihr nahestehenden Person bedroht oder
    5. eine andere vergleichbare Handlung vornimmt,

macht sich schuldig.

§ 30 Diebstahl

  1. Schuldig macht sich, wer sich das Eigentum eines anderen zum Besitz macht ohne dass der Eigentümer diesem zugestimmt hat oder voraussichtlich nicht zustimmen wird.

§ 31 Raub

  1. Schuldig macht sich, wer einen Diebstahl mit Gewalt oder unter Androhung von Gewalt begeht.
  2. Wer einen Raub mit Hilfe einer Waffe verübt oder
    1. zur Ausführung der Tat in ein Gebäude, einen Dienst- oder Geschäftsraum oder in einen anderen umschlossenen Raum einbricht, einsteigt, mit einem falschen Schlüssel oder einem anderen nicht zur ordnungsmäßigen Öffnung bestimmten Werkzeug eindringt oder sich in dem Raum verborgen hält,
    2. eine Sache stiehlt, die durch ein verschlossenes Behältnis oder eine andere Schutzvorrichtung gegen Wegnahme besonders gesichert ist,
    3. gewerbsmäßig stiehlt,
    4. oder indem er die Hilflosigkeit einer anderen Person, einen Unglücksfall oder eine gemeine Gefahr ausnutzt,

macht sich des schweren Raubes schuldig.

§ 32 Betrug

  1. Schuldig macht sich, wer einen Dritten unter Vortäuschung anderer Umstände, zu seinem eigenen Vorteil, zu einer Handlung oder einem Kauf, auffordert der diesem ausschließlich zum Nachteil ist.

§ 33 Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr

  1. Schuldig macht sich, wer den Straßenverkehr in einer Art und Weise beeinträchtigt, dass Dritte zu einer unerwarteten Handlung genötigt werden und dabei materieller oder körperlicher Schaden entsteht oder materieller oder körperlicher Schaden vorsätzlich in Kauf genommen wurde.

§ 34 Fahren trotz Fahruntüchtigkeit

  1. Schuldig macht sich, wer im öffentlichen Raum ein Fahrzeug unter Einfluss von beeinträchtigen Substanzen führt, ohne dafür ein ärztliches Attest zu besitzen.
  2. Es sind im Zweifel Drogen- und/oder Alkoholtests durchzuführen.

§ 35 Fahren ohne Fahrerlaubnis

  1. Wer ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder ihm das Führen des Fahrzeugs untersagt wurde, macht sich des Fahrens ohne Fahrerlaubnis schuldig.

§ 36 Brandstiftung

  1. Schuldig macht sich, wer den Besitz oder das Eigentum eines Dritten in Brand steckt oder auf nicht öffentlichen Liegenschaften ein Feuer so entzündet, dass ein materieller oder körperlicher Schaden entsteht oder zu erwarten war.

§ 37 Erschleichen von staatlichen Leistungen

  1. Schuldig macht sich, wer trotz eines Dienstverhältnisses Leistungen vom Staat bezieht, ohne seine anderen Einkünfte zu melden und verrechnen zu lassen.

§ 38 Steuerhinterziehung

  1. Schuldig der macht sich, wer
    1. den Finanzbehörden oder anderen Behörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder
    2. die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt

und dadurch Steuern verkürzt oder für sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt.

§ 39 Tierquälerei

  1. Wer ein Tier ohne vernünftigen Grund tötet, Schmerzen oder Leiden zufügt, macht sich strafbar. In Verbindung mit § 5 Abs. 2 des ZivGB sind Tiere Lebewesen, die nach Sachenrecht geschützt sind.